2023  Rosè  Spätburgunder

Obergrombacher Michaelsberg                                                          

Mikrowinzer HP Pott, Bruchsal-Obergrombach (Baden)

6 Euro

Der Kraichgauer Mikrowinzers HP Pott hat neben seinem Nobel-Spätburgunder „Elysium“ auch einen Rosé aus dem Obergrombacher Michaelsberg im Angebot. Der sozial gehaltene Preis macht ihn für den bevor stehenden Sommer zum Favoriten für den „Party-Renner der Saison“. Im Unterschied zu den meisten Supermarkt-Plörren erhält der Verbraucher beim Rosé von HP einen anspruchsvollen Wein für sein Geld.

 

Wie in den Vorjahren zeigt der 2023er Rosé eine kräftige Lachsfarbe. In der Nase trifft den Genießer eine Erdbeer-Wolke. Am Gaumen überraschen im aktuellen Jahrgang die satten Fruchtaromen. Es dominiert wieder die Erdbeere, es folgen aber noch Himbeere und Quitte. Der Rosé von HP bewahrt dabei bei aller Fruchtsüße seinen enormen Trinkfluss. Dies liegt an der feinen Mineralik und der milden Säure. Der herbe Grip verlangt zuverlässig nach dem nächsten Schluck.

 

Der Rosé eignet sich wunderbar als Sommerwein für die nächste Gartenparty oder den Grillabend. Vollmundige Harmonie und balancierte Frische garantieren gute Laune.

 

Am besten schmeckt der Rosé natürlich direkt am Ort seiner Entstehung im Obergrombacher Michaelsberg. Wenigen Auserwählten ist es vergönnt, den Rosé bei HP im Elysium zu einem grandiosen Kraichgauer Vesper zur blauen Stunde zu genießen.

 

Weinempfehlung von Manfred Beismann, Mai 2024 


2022  Rosé Anna

Weingut Seeger, Leimen (Baden)               

16,50 Euro

Ein besonderer Rosé von Thomas Seeger. Der Leimener VDP-Winzer zeigt wieder einmal, dass er das Weinmachen beherrscht. Egal, ob es die legendären Rotweine , die erstklassigen Weißweine oder die grandiosen Sekte sind. Was der eigenwillige Winzer anpackt, gerät zum Erlebnis. So auch sein Anna Rosé.

 

Der 2022er Rosé Anna zeigt sich in einer kräftigen, dunklen Lachs-Farbe. Verblüffend folgt eine rauchige Nase, die zunächst die Fruchtaromen nach Erdbeere und Quitte dominiert. Im Hintergrund meint man Tomaten-Aromen zu erfassen. Der im kleinen Holzfass ausgebaute Rosé ist kein leichtes  Sommerweinchen. Im Mund spürt der Genießer eine cremige Dichte, die gekonnt von Frische und Spannung umgarnt wird. Der perfekte Holzeinsatz rahmt die mineralischen Akzente, die milde Säure sowie Mandel- und Melonen-Noten ein. Der Rosé weist eine sehr gute Länge auf. Ein „Ganzjahres-Rosé“, der zu Gegrilltem ideal passen dürfte.

 

Der Seeger-Rosé kann spielend mit den Exemplaren ähnlicher Machart wie bei Aldinger oder Bercher mithalten. Seeger-Liebhaber werden künftig neben dem klassischen Anna-Rotwein häufiger den Anna-Rosé ordern. Doch Vorsicht: Der Rosé ist auf 12 Flaschen limitiert und trotzdem schnell ausverkauft.

 

Weinempfehlung von Manfred Beimann, Mai 2024


2022  Spätburgunder Rosé                                                       

Weingut Möwes, Weyher (Pfalz)

7 Euro

Das Weingut Möwes zählt - trotz seiner bis ins 17. Jahrhundert zurückreichenden Tradition - zu den Geheimtipps in der Pfalz. In dem in Weyher, direkt in „Halbhöhenlage“ der Pfälzer Berge gelegenen Weingut wird überwiegend Riesling produziert. Bei vielen Schnäppchenjägern steht der Betrieb jedes Jahr ganz oben auf dem Zettel. So erhält man im Weingut Möwes fein abgestufte Rieslinge, in denen die unterschiedlichen Böden gekonnt herausgearbeitet wurden.

 

In der Pfälzer Gastronomie entdeckten wir aber im Sommer keinen Riesling, sondern einen Spätburgunder Rosé des Weinguts Möwes. Im Jahrgang 2022 bekommt der Kunde mit dem zart lachsfarbenen Rosé einen süffigen, frischen Sommerwein. Ein ausgeprägter Duft nach reifen Erdbeeren verbindet sich mit einem stoffigen Schmelz. Der Tick Restsüße stört bei diesem Gaumenschmeichler keineswegs. Der Ortswein passt perfekt zum Grillen, egal ob Steak oder Gemüse auf dem Rost liegt.

 

Wir haben bei unserem Besuch im Weingut Möwes neben reichlich Riesling dieses Mal auch einen Karton Rosé eingeladen.

 

Weinempfehlung von Manfred Beismann, Juli 2023 


2021 Rosé Reserve

(Spielart-Linie)                                                                

Weingut Bosch, Kronau (Baden)      

12,80 Euro

Unter den neuen Reserve-Weinen des Kraichgauer Weinguts Bosch ist auch ein Rosé. Der Wein ist deutlich kräftiger als der „normale“ Spielart-Rosé aus dem gleichen Haus.

 

Der 2021er zeigt schon an der satten, etwas dunkleren Rosé-Farbe, dass er viel Power hat. In der Nase zeigt der Reserve volle Aromen nach Erdbeere und etwas Quitte. Am Gaumen entwickelt der Rosé viel Druck und eine herbe Frische. Kein leichter Terrassen-Rosé, sondern eher ein ebenbürtiger Partner zu einem gegrillten Steak. Zu den Erdbeere-Noten gesellen sich im Mund nacheinander Aromen nach rotem Rhabarber, Blüten, etwas Aprikose und mildem, grünem Paprika. Der Wein hat einen guten Zug am Gaumen und eine schöne Fülle.

 

Der Reserve ist eine gelungene Ergänzung der Rosé-Varianten des Weinguts Bosch. Im Sommer kann der Rosé gut gekühlt auch einen Rotwein ersetzen. Ein gelungenes Experiment.

 

 

Weinempfehlung von Manfred Beismann, November 2022


2020  Rosè  Spätburgunder
Obergrombacher Michaelsberg                                                           

Weingut Bosch (Edition HP Pott), Kronau (Baden)

5,50 Euro

Der Rosé des Kraichgauer Mikrowinzers HP Pott stand in den letzten Jahren immer etwas im Schatten des großen Spätburgunders Elysium. Dabei stammt auch der Rosé aus dem Obergrombacher Michaelsberg und besteht - wie der Elysium - zu 100 Prozent aus Spätburgunder-Trauben. Weinrechtlich wäre der reinsortige Tropfen sogar ein Weißherbst. Aber das Weinrecht spielt bei diesem, in typisch Kraichgauer Understatement als „Badischer Landwein“ vermarkteten Schmeichlers nicht im Vordergrund. Entscheidend ist, was über die Zunge fließt:

 

Der Rosé zeigt sich in einer kräftigen Lachsfarbe. In der Nase bezaubern Aromen nach frischen Erdbeeren und ganz leicht Rhabarber. Am Gaumen akzentuiert HP seinen Rosé leicht moussierend mit einer lebendigen Fruchtnote. Dabei ist der Sommerwein nicht - wie viele Rosés - zu süß und geizt nicht mit inspirierender Säure. So macht der Rosé nicht nach einem Glas satt, sondern begleitet den geneigten Genießer auch einen ganzen Sommerabend. Bei sich einstellenden Hunger eignet sich der Rosé durchaus als ausgezeichneter Grillpartner, etwa zu mediterranen Gemüse, aber auch zum saftigen Steak. Der 2020er dürfte der bisher beste, weil wunderbar harmonisch vinifizierte Rosé von HP Pott sein. Das Preis-Genuss-Verhältnis dieses Gute-Laune-Weins ist kaum zu schlagen. 

 

Mit dem letzten Schluck wähnt sich der Genießer an den sanften Hängen des Michaelsbergs im Grombachtal. Er träumt davon, wieder in geselliger Runde mit HP nach reichlich Rosé auch noch den edlen Elysium verkosten zu können. Auf ins Paradies!

 

Weinempfehlung von Manfred Beismann, Mai 2021 


2019  Rosé Spielart                                                           

Weingut Bosch, Kronau (Baden)

7,70 Euro (aktuell zum Sonderpreis: 6,90 Euro)

Weingut Bosch: Sommer-Feeling mit Rosé Spielart.

 

In diesem Jahr wurden viele Reiseplanungen über den Haufen geworfen. Zum Glück kann Sommer-Feeling auch im sonnenverwöhnten Baden entstehen. Vorausgesetzt man hat einen gut gekühlten Rosé Spielart vom Kraichgauer Weingut Bosch zur Hand.

 

Schon rein optisch ist der zart lachsfarbene Rosé mit dem leuchtenden Edel-Etikett ein Eye-Catcher. In der Nase entwickeln sich feine Erdbeer-Aromen. Der aktuelle 2019er Spielart wird aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc gewonnen. Diese Rebsorten bilden gewöhnlich die Grundlage für hochwertige Bordeaux-Rotweine. Sie geben der trocken ausgebauten Cuvée von Betriebsleiter Andreas Braunecker einen frankophilen Touch. Assoziationen nach tosendem Atlantik und salziger Meeresbrise verstärken sich spätestens beim zweiten Glas.

 

Am Gaumen startet der Spielart mit einer herben Frische. Der gerbstoffreiche Cabernet Sauvignon verleiht dem Rosé eine straffe Struktur. Der in Deutschland seltene Cabernet Franc sorgt für elegante Leichtigkeit und Finesse. Zu den Erdbeer-Noten gesellen sich pfeffrige Elemente, etwas Quitte und eine animierende Säure. Überhaupt ist der Spielart keiner dieser süßen „Fruchtsäftchen“, sondern ein sehniger Genosse mit gutem Drive.

 

Egal, ob zum frischen Sommersalat auf dem Balkon, zum saftigen Steak auf der Terrasse oder zum Sonnenuntergang am Baggersee: Der Spielart macht im Hochsommer immer eine gute Figur. Und wenn dann noch die Regierung die Mehrwertsteuer senkt und das Weingut Bosch Preisvorteile gewährt: Wer will da noch verreisen? 

 

Weinempfehlung von Manfred Beismann, Juli 2020 


2017 Rosé Secco

Weingut Klenert, Kraichtal-Münzesheim

(Baden)

7 Euro

 

 

 

Eva und David Klenert haben etwas zu feiern: Das noch junge Weingut Klenert eröffnet am 13./14.07.2018 seine neue Vinothek im Münzesheimer Ortszentrum. Durchschreitet man die Hofeinfahrt des elterlichen Anwesens von Eva Klenert in der Rathausstr. 4, landet man im lauschigen Innenhof und steht direkt vor dem stilvoll eingerichteten Verkostungsraum. Der ehemalige Stall ist kaum wieder zu erkennen. In der neuen Vinothek geht es dann auch gleich los mit dem Probieren.

 

Der stets gut gelaunte Önologe David Klenert hat für die Eröffnung der Vinothek ein spritziges Kaltgetränk aus eigener Produktion parat: Einen in kräftiger Lachsfarbe strahlenden Secco als ideale Begleitung für heiße Sommerfeste. Die Basis für den Secco bildet der Rosé von David Klenert, der im Kraichgau innerhalb kurzer Zeit Kultstatus erreicht hat. Der aus Spätburgunder und Lemberger komponierte Secco 2017 verspricht in der Nase frische  Beerennoten. Im Mund sprudelt herbe Power mit Aromen nach Erdbeeren, Himbeeren und kühler Quitte. Die mineralische Basis wird eingefasst von einer zarten Restsüße. Der lebendige Secco lässt vor allem die weiblichen Genießerinnen dahinschmelzen. Aber auch die ganz coolen Männer werden nach einem kräftigen

Schluck Klenert-Secco erstaunlich locker.

 

Mit diesem Opener kann die Einweihung der neuen Vinothek im Weingut Klenert nur ein Erfolg werden. Und nach dem Secco bieten Eva und David Klenert dem gespannten Premieren-Publikum ja noch ihr breites Wein-Sortiment an.

Die Eröffnung dürfte nur der Auftakt für viele Feste in der Münzesheimer Rathausstr. werden.

 

Weinempfehlung von Manfred Beismann, Juli 2018 


2015 Rosé Spätburgunder Reserve

Weingut Aldinger, Fellbach (Württemberg)

18,70 Euro

Vergessen sie die üblichen Beschreibungen über Rosé-Weine wie „frischer Sommerwein“ oder „idealer Terrassen-Tropfen“. Das

württembergische Top-Weingut Aldinger dringt mit dem Spätburgunder Reserve für deutschen Rosé in eine neue Dimension vor. Der im Barrique ausgebaute Rosé wird aus demselben Traubenmaterial gewonnen wie das Spätburgunder Große Gewächs.

Dabei ist er mit seinen 12,5 % Alkohol zwar stoffig, wirkt aber nicht Alkohol lastig.

 

Bereits in der Nase zeigt der lachsfarbene Reserve rauchige Röstaromen und zarte Beerennoten. Im Mund deutliche Himbeer-Aromen, etwas Butter-Gebäck und frischen Mandeln. Hinterlegt ist der Ausnahme-Rosé durch ein stringentes Gerüst und spürbare Säure. Struktur statt süßes Tutti-Frutti. Gute Länge und Würze im Abgang. Der Reserve ist ein ernsthafter Speisebegleiter zu Krustentieren, aber auch zu einem saftigen Steak im Sommer.

 

Was auch immer die Aldingers anpacken, es kommen Spitzenerzeugnisse heraus. Ob Lemberger, Merlot, Cuvées, Sauvignon Blanc oder Sekt. Stets spielt das VDP-Weingut Aldinger an der Gebietsspitze mit. Aktuell dürfte es keinen besseren Rosé in Deutschland geben als den Spätburgunder Reserve..

 

Weinempfehlung von Manfred Beismann, März 2018 


2015  Rosé  Burkheimer Feuerberg (1. Lage)                                                           

Weingut Bercher, Burkheim (Baden)

15 Euro

 

 

 

„Neulich rief mich ein Kunde an und erklärte mir, dass er gerade bei 35 Grad auf seiner Terrasse in der Sonne sitze. Nach einer Flasche Rosé vom Burkheimer Feuerberg sei er jetzt etwas betrunken“, gab Martin Bercher eine seiner vielen Anekdoten zum Besten. Der Kunde hätte wohl besser auf das Etikett geschaut. Dann wäre ihm bei einem Alkoholgehalt von satten 14 Prozent sicher aufgefallen, dass er keinen leichten Sommer-Rosé geschlürft hatte.

Ich bin der Empfehlung von Martin Bercher gefolgt und habe den Rosé des Burkheimer Spitzenbetriebs zu einem saftigen Rinderfilet an einem kühlen Herbsttag genossen. In einem für einen Rosé kräftigen Rot mit fast bräunlichen Rändern fließt der Feuerberg im Glas. In der Nase kaum Fruchtaromen, sondern eher kräutrige Noten. Am Gaumen straffe Mineralität des Vulkangesteins, etwas Holunder und erst danach versteckte Erdbeer- und Himbeer-Noten. Der etwas andere Rosé mit maskuliner Stoffigkeit und gutem Trinkfluss entwickelt sich zu einem druckvollen Power-Trunk. Zum Rindersteak die ideale Kombination.

Das Weingut Bercher zeigt - wie etwa Aldinger in Württemberg -, dass aus hochwertigem Traubenmaterial auch gehaltvolle Rosés gemacht werden können, die mit den üblichen Terrassen-Rosés wenig gemein haben. Diese Wucht-Tropfen stellen gerade in der kälteren Jahreszeit eine interessante Variante zum Rotwein dar.  Für unseren Weinfreund auf der Terrasse hat das Weingut Bercher übrigens auch leichtere Rosés im Angebot.

 

Weinempfehlung von Manfred Beismann, September 2017


2015  Rosé                                                           

Weingut Klenert, Kraichtal-Münzesheim (Baden)

7 Euro

Premiere in Münzesheim: Das vor wenigen Wochen gegründete Weingut Klenert stellt seine ersten Weine vor. Der Önologe David Klenert will im Kraichgau individuelle und qualitativ hochwertige Weine in die Flasche bringen. Noch muss der badische  „Garagenwinzer“ einiges improvisieren. Aber die ersten Probierflaschen zeigen bereits deutlich, dass hier mit Leidenschaft und Können ein neues Winzertalent am Start ist. Solchen Nachwuchs braucht die aufstrebende Weinregion.

Der lachsfarbene 2015er Rosé deutet in der Nase dezent erste Beerennoten an. Im Mund fächert sich der Wein mit frischen Aromen nach saftigen Erdbeeren, reifen Himbeeren und kühler Quitte auf. Im Gegensatz zu vielen belanglosen, marmeladigen Rosés mit Gummibärchen-Charakter zeigt Klenerts Erstlingswerk ein mineralisches Grundgerüst und druckvollen Gripp. Ein Kick Restsüße macht den Wein enorm kippfreudig und zum Favoriten für jedes Sommerfest. Werfen Sie den Grill an und lassen sie das Bier im Kasten. Ihre Gäste werden es Ihnen danken.

David Klenert ist mit seinem Weingut ein beachtlicher Start gelungen. Außer Rosé bietet der Jungwinzer aktuell einen Riesling, einen Grauburgunder und ein weißes Cuvée an. Im Sommer folgt ein Lemberger, der derzeit noch im Fass reift. Wer regionaltypische Produkte und trendige Adressen sucht, wird im Münzesheimer Weingut Klenert fündig. 

Weinempfehlung von Manfred Beismann, März 2016


Wenn im Frühling die ersten Sonnenstrahlen die Kraichgauer Hügel erwärmen, drängt es den Badener ins Freie. Sind die Gartenmöbel platziert und der Grill angeworfen, fehlen nur noch zwei Dinge zum Glück: saftige Steaks und der Rosé vom Weingut Klumpp. Der in kräftigem Rot leuchtende 2014er zeigt in der Nase die typischen Erdbeer- und Beerennoten. Am Gaumen weist der Rosé ein überraschend straffes Gerüst, mineralische Substanz und Himbeer-Aromen auf. Ein erfrischender, höchst animierender Tropfen mit enormen Trinkfluss. Wenn die Sonne längst hinter den Kraichgau-Hügeln verschwunden ist und die Glut im Grill nur noch glimmt, liegt zwar vielleicht noch ein trauriges Steak auf dem Teller. Der Rosé vom Weingut Klumpp ist dagegen mit Sicherheit leer.

Der Rosé ist natürlich nur ein Einstiegs-Wein aus der Phalanx hervorragender Weine des Bruchsaler Weinguts Klumpp. Der auf 25 Hektar angewachsene Bruchsaler Spitzenbetrieb ist Spezialist für weiße Burgunderweine und im Barrique ausgebaute Rotweine. Am besten verkostet man das breite Sortiment im neu eröffneten Gutsgebäude, einem architektonischen Highlight am Tor zum Kraichgau.

Weinempfehlung von Manfred Beismann, April 2015


2012 Rosé Sekt Prestige Brut

Sekthaus Raumland, Flörsheim-Dalsheim (Rheinhessen)

18 Euro


 

 

 

Was trinkt man an Silvester? Nein, keinen Champagner. Kenner stoßen immer häufiger mit deutschem Sekt an. Und wenn in Deutschland bei den Sprudlern von Spitzenqualität gesprochen wird, fällt regelmäßig ein Name:

Volker Raumland. Der mit seiner, aus der württembergischen Winzerfamilie Wöhrwag stammenden Ehefrau Heide-Rose verheiratete Erfolgs-Schäumer hat das Qualitätsniveau des deutschen Sekts quasi mit einem Plopp explodieren lassen. Volker Raumland lässt die Grundweine seiner Sekte durchschnittlich fünf Jahre auf der

Feinhefe reifen.

 

Zum Jahreswechsel öffnen wir einen 2012er Rosé-Sekt aus der Prestige-Linie, der für schlappe 18 Euro im Weinführer VINUM unter den Top Ten der deutschen Sekte zu finden ist. Der zu 100 % aus Spätburgunder-Trauben bestehende Rosé hat eine zarte Lachsfarbe und einen feinen Mousseux. In der Nase leicht rote Fruchtaromen. Im Mund herrlich harmonisch. Dichte Eleganz, Erdbeer-, Himbeer- und Birnen-Noten und etwas Brioche füllen den Mundraum. Noble Finesse, schwerelose Vibration und ein langer Nachhall vollenden den Genuss.

 

Der Geisenheim-Absolvent Volker Raumland hat in den letzten 30 Jahren ein wahres Sekt-Imperium aufgebaut und alle Preise für deutschen Sekt abgeräumt. Inzwischen hat in Deutschland ein richtiger Boom eingesetzt, so dass viele Sekte in Champagner-Qualität (zu meist deutlich günstigerem Preis) auf dem Markt sind. Mit dieser Erfolgsstory im Glas kann das kommende Jahr ja nur positiv verlaufen: Prosit, auf ein gutes Jahr 2019.

 

Sektempfehlung von Manfred Beismann, Januar 2019